Herzlich Wilkommen!

Wolgadeutschen, Krimdeutschen, Wolhyniendeutschen, Schwarzmeerdeutschen (auch Ukrainedeutschen), Kasachstandeutschen und Kirgisistandeutschen, Argentinien-Deutschen und alle wer sich für deutsche Kultur interesseirt

Montag, 27. August 2012

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)


Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Seit seiner Gründung im Jahr 1925 hat der DAAD über 1,5 Millionen Akademiker im In- und Ausland unterstützt. Er wird als Verein von den deutschen Hochschulen und Studierendenschaften getragen. Seine Tätigkeit geht weit über die Vergabe von Stipendien hinaus: Der DAAD fördert die Internationalisierung der deutschen Hochschulen, stärkt die Germanistik und deutsche Sprache im Ausland, unterstützt Entwicklungsländer beim Aufbau leistungsfähiger Hochschulen und berät die Entscheider in der Bildungs-, Aussenwissenschafts- und Entwicklungspolitik.


 Das Budget stammt überwiegend aus Bundesmitteln verschiedener Ministerien, vor allem des Auswärtigen Amtes, von der Europäischen Union sowie von Unternehmen, Organisationen und ausländischen Regierungen. In Bonn befindet sich die Zentrale, außerdem unterhält der DAAD ein Hauptstadtbüro in Berlin, dem auch das renommierte Berliner Künstlerprogramm angegliedert ist. Ein Netzwerk von Außenstellen und Informationszentren hält Kontakt zu den wichtigsten Partnerländern auf allen Kontinenten und berät vor Ort.

Mit mehr als 250 Programmen hat der DAAD im Jahr 2011 rund 70.000 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert. Das Angebot reicht vom Auslandssemester für junge Studierende bis zum Promotionsstudium, vom Praktikum bis zur Gastdozentur, vom Informationsbesuch bis zum Aufbau von Hochschulen im Ausland. Die internationalen Aktivitäten deutscher Hochschulen unterstützt der DAAD durch Marketingdienstleistungen, Publikationen, Veranstaltungen und Fortbildungen.

DAAD-Stipendien in Russland

Die DAAD-Programme lassen sich fünf strategischen Zielen zuordnen:
  • Ausländische Nachwuchseliten für einen Studien- oder Forschungsaufenthalt in Deutschland gewinnen und möglichst lebenslang als Partner erhalten
  • Den deutschen Forschungs- und Führungsnachwuchs an den besten Plätzen der Welt im Geiste von Toleranz und Weltoffenheit qualifizieren
  • Die Internationalität und Attraktivität der deutschen Hochschulen fördern
  • Die Germanistik und deutsche Sprache, Literatur und Landeskunde an ausländischen Universitäten stärken
  • Die Entwicklungsländer des Südens und Reformstaaten im Osten beim Aufbau leistungsfähiger Hochschulsysteme unterstützen
Detaillierte Informationen können Sie dem Jahresbericht oder dem DAAD-Faltblatt entnehmen.


Haben Sie in Deutschland studiert oder eine Weiterbildung absolviert?
Dann nutzen Sie das Alumniportal Deutschland: Kontakte, Stellenborse, weltweiter Veranstaltungskalender und mehr.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Ethnische Deutsche in der Ukraine

Nach den Angaben der ukrainischen Volkszählung von 2001 leben in der Ukraine etwa 33.000 Deutsche.

Aber die Repräsentanten der deutschen gesellschaftlichen Organisationen der Ukraine bezweifeln die Richtigkeit dieser Angaben. Sie begründen es damit, dass selbst nach dem Zerfall der Sowjetunion viele ethnische Deutsche ihre Herkunft verschwiegen.  Für viele sind die Erinnerungen an jene Zeiten immer noch sehr stark, immer noch denkt man an den verächtlichen Ausruf „Faschisten“, mit dem man sie bezeichnete.

„Viele sind der Meinung, wir seien Abkömmlinge der Besatzer oder Kriegsgefangene. Das stimmt nicht. Nicht viele wissen, dass etwa 880.000 Repräsentanten der deutschen ethnischen Gruppe 1939 auf dem Territorium der Ukraine lebten.
Ihre Siedlungen lagen meistens in den zentralen und westlichen Gebieten der Ukraine, auch im Süden (in Odessaer Oblast und auf der Krim).

Mit Kriegsanfang im August 1941 wurden etwa 500.000 ethnisch Deutsche nach Sibirien und Kasachstan deportiert- und das im Laufe von einigen Tagen. Sie waren gezwungen, sich in speziellen Siedlungen aufzuhalten und in der Trudarmee zu arbeiten.
Fast ein Drittel von ihnen starb an Hunger, den sibirischen Frösten und unter schweren Lebensbedingungen“, - erzählt der Vorsitzende des Rates der Deutschen der Ukraine, Wladimir Leysle.

„Anfang der 70-er Jahre, mit der Abschaffung des administrativen Verbotes, kehrten die Deutschen in die Ukraine zurück.
1989 erreichte die Zahl der Deutschen 44.000.
In den 90-er Jahren wanderten viele Familien nach Deutschland aus. Heute hat die Immigrationswelle nachgelassen: erstens sind alle Interessenten schon ausgewandert, zweitens ist das Lebensniveau in der Ukraine höher geworden- und viele sehen mittlerweile eine Perspektive für sich hier.

Den Zug des Herzens zur historischen Heimat äußern viele durch einen eigenen Beitrag zur Entwicklung von internationalen Kulturprojekten und durch eine Kooperation deutsch-ukrainischer Geschäfte“.
Mehr als  170 deutsche gesellschaftliche Organisationen existieren heute in der Ukraine. Die größten sind die Assoziation der Deutschen der Ukraine, der Verband „Deutsche Jugend in der Ukraine“ und die „Wiedergeburt“.

Durch die Unterstützung von Seiten der BRD über die GfE arbeiten in 68 ukrainischen Orten deutsche Begegnungszentren, in denen die deutsche Sprache und die Geschichte Deutschlands unterrichtet werden. In diesen Begegnungszentren treffen sich auch verschieden Interessengruppen: Basteln, Theater, Tanz und Gesang. Besonders entwickelt sind Programmefür ältere Leute und die Jugend. Senioren haben die Möglichkeit,  jedes Jahr Kuranstalten im Süden der Ukraine zu besuchen. Junge Leute nehmen an Aktionsprogrammen in der Ukraine und in Deutschland teil. So bei  archäologischen Expeditionen, Sprachkursen und Ausbildungsprojekten.

Zur Arbeitskoordination wird aller vier Jahre eine Tagung der Deutschen der Ukraine durchgeführt.  Während solcher Tagungen wird das Entwicklungsprogramm für die nächsten 5 Jahre ausgearbeitet und genehmigt. Der Rat der Deutschen der Ukraine ist das repräsentative Organ der deutschen Minderheit der Ukraine. Aller zwei Jahre werden gesamtukrainische Festspiele organisiert. Die besten Kollektive aus der Ukraine und Gäste aus dem Ausland sind daran beteiligt. Das Kiewer Publikum kennt schon die «Deutsche Quelle». Die Auftritte dieser Tanzgruppe sind besonders inspirierend und feurig.

Neben der Kulturrichung werden auch Kontakte zu Partnerstädten in der Ukraine und in Deutschland gepflegt.
Es werden Projekte und Aktionen veranstaltet, so führte z.B. der Verband "Deutsche Jugend in der Ukraine" 2011 eine Radtour Ukraine-Belgien durch. Sie stand unter dem Motto alternative Energiequellen und Müllverarbeitung. Die Deutschen in der Ukraine veranlassen auch ein Jugendprogramm, das junge Leute auf die "EURO 2012" vorbereitet. Dabei sind die Erfahrungen Deutschlands besonders gefragt.

"In diesem Sommer haben deutsche und ukrainische Jugendliche auf einer Kopie von einem Wikingerschiff den Weg von Kiew nach Odessa zurückgelegt. Teilnehmer aus Deutschland waren schwierige Jugendliche. Wir haben die Erfahrung in der Arbeit mit ihnen übernommen", - erzählt Oleg Finger, Vorstandsmitglied der DJU.
"Ein bemerkenswertes Projekt wurde organisiert durch die Unterstützung vom Ministerium für Familie, Jugend und Sport der Ukraine. Das war ein Projekt, wo wir zusammen mit der Taurischen Nationaluniversität „ V. I. Vernadskogo“ archäologische Ausgrabungen von Siedlungen des germanischen Ostgoten-Volksstammes auf der Krim vorgenommen haben. Solche Projekte helfen uns, die Geschichte Europas für sich zu eröffnen".

Einer der beliebtesten Treffpunkte der Deutschen ist die lutheranischen Kirche St. Katherinen in Kiew auf der  Luteranskoj Strasse 22.
Aber das ist nicht die einzigste Kirche. Auch in anderen Städten befinden sich Kirchen, in denen sich (nicht nur) die deutsche Minderheit trifft, so z.B. auch in Odessa.


Die ukrainischen Deutschen sind stolz auf ihre Zeitgenossen, wie den Künstler Harri Ruf, den Professor der Nationaluniversität in Donetsk - Alexander Dynges, die Geschichts- und Heimatforscherin - Elvira Plesskaja- Sebold und den Abgeordneten des Rates der Ukraine (2-er Einberufung) - Georgij Moser und viele andere.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Wir wollen glauben, dass Deutschland uns braucht

Heuzutage gibt es  viele Ethnische Deutschen, die  gestern, heute und morgen nach Deutschland  aussiedeln  möchten. Vielen haben  eben versucht. Aber die Voraussetzungen für Ethnische Deutschen sind zu hoch und heuzutage brauchen die Veränderungen.  Die Hauptvoraussetzung ist, mindestens ein Mitglied der Familie deutscher Dialekt kennt.  Das bedeutet, dass Familie Dialekt kennen soll. Dazu muss  jeder, der Familie gehört, auch auf Hochdeutsch fliesend reden.
Dialekt? Ja, es gibt die Älteren, die noch Dialekt können. Aber die Zeit geht und es war so viele Jahre gefährlich Deutsch zu sprechen. Es war lebensgefährlich. Die Familien hatten Angst Deutsch zu reden, weil die Nachbarn zu agressive waren. Wenn man keine Sprache redet, vergisst,  eben wenn es Muttersprache ist. Die Hauptsache war, alles auszuhalten und  das Leben bewahren. Eben heute ist es gefährlich über die Herkunft jemanden widmen, weil es immer ein Risiko ist,  einen bösen Mensch zu treffen, der auf sowjetischen Filmen über den Zweiten Weltkrieg aufgewachsen ist. 
Hochdeutsch? Das bedeutet die Schulen!  Haben wir deutsche Schule?!!! Letzte Schule war in Wolgadeutsche Republik.  Das waren Großeltern und, für mich schon,  Urgroßeltern.  Heute Hochdeutsch zu beherrschen ist sehr teuer.  Es sieht so aus, als ob es egal ist, du Deutsch bist. Bezahl und los! Alles ist kostenpflichtig - Sprachkursen, Gemeinde, jede Germanistische Fakultät ist kostenpflichtig. Für eine Gemeindemitgliedschaft  muss man bezahlen.  Es kostet viel Geld.  Noch mehr, und für deutschen ist Hochdeutsch schlecht unterrichtet. Die Russenlehrer lachen die ethnischen Deutschen aus, dass sie kein Deutsch können.  Nicht alle, nicht jeder, aber es gibt genug. Hochdeutsche ist aber öglich zu beherrschen und viele jedenfalls lernen.
Und eigentlich, warum die Deutschen Gemeinden, Gruppen, Organisationen sind sehr oft von Russen regiert?  Das  ist eine Paradoxe!  Es ist aber sehr nett, dass die Russen um deutsches Volk so kümmern!
Deutsch beherrschen = Geld bezahlen
Wir haben unsere Identität, unsere Küche, unsere Feste, Traditionen, unsere Religion, unsere Familien bewahren.  Wir freuen uns, dass Deutschland vergisst uns nicht und wir haben deutsche Kirche, deutsche Gemeinden und Veranstaltungen. Das ist eine gute Unterstützung.
Die Voraussetzungen für Aussiedler könnten aber geändert werden.  Wir wollen glauben, dass Deutschland  uns braucht.  Wie kann heute neue Generation fliessend Dialekt reden?
 facebook.com

Montag, 4. Juni 2012

Genealogie -Die Listen von Russlanddeutschen - Генеология - СПИСКИ РОССИЙСКИХ НЕМЦЕВ


В этом посте будут собираться ссылки на интернет ресурсы полезные при изучении генеалогии немцев России, Украины, Казахстана и тд.

СПИСКИ РОССИЙСКИХ НЕМЦЕВ:

http://odessa3.org/search.html – это огромная база, содержащая в себе генеалогическую информацию о немцах, проживавших во время ВОВ на оккупированных тогда территориях современной Украины и юга России, и не только. Как раннее говорилось, основана она на копиях документов, хранящихся в Федеральном архиве Германии(Берлин) Bundesarchiv - http://www.bundesarchiv.de/index.html. Как правило, это документы, связанные с прошением немецкого гражданства русских немцев. В этих прошениях указаны даты и места рождения подающих прошения, а так же их родителей, включая дедушек с бабушками. Подробнее ниже.

http://88.217.241.77/amburger/tabellen/A.htm - архив Амбургера(грузится долго). Картотека Амбургера содержит более 100000 персоналий российских немцев. Перейдя по вышеуказанной ссылке, наведите курсор на ID или OID номер интересующей вас персоны, кликните(нажмите) на него, тогда автоматически вы перейдете на страницу с информацией о персоне. Или выпишите ID-номер, и перейдя по этой ссылке - http://88.217.241.77/amburger/?mode=2 , вбейте его в соответствующие окошки(ID auswählen) внизу таблицы. Подробнее об этом читайте на этом сайте - http://genobooks.narod.ru/Raznoe/sovety_amburger.htm

http://www.familysearch.org/eng - глобальная фамильная база. Невнятная, пока не совсем готовая, но уже серьезный помощник для сбора генеалогической информации.

На этом же сайте отсканированы и выложены В СВОБОДНОМ ДОСТУПЕ!!! метрические книги евангелическо-лютеранских приходов(церквей) различных губерний Российской империи, как правило с 1830-х по 1880-е годы. http://search.labs.familysearc...wsable;w=0 Документы отсканированы мормонами в РГИА Спб - фонд 828 – «Фонд евангелическо-лютеранской церкви российской империи». В Российском Государственном Историческом архиве хранится фонд Генеральной евангелическо-лютеранской консистории, которая была учреждена высочайшим указом от 28 декабря 1832 г. для управления духовными делами лютеранского и евангелическо-реформатского исповедания на территории Российской империи. Примерно с этого времени и до революции, там была собрана коллекция метрических книг - о крестившихся, брачующихся и умерших немцах-лютеранах.

http://www.ahsgr.org/gedlist.htm - список немцев, эмигрировавших в США, многие из Поволжья. http://www.ahsgr.org/GO/goA.htm - списки первых немецких посленцев-колонистов.

http://chortiza.heim.at/kolonie.htm отличный сайт, посвященный немецким меннонитским колониям Хортицы. Масса генеалогической информации, удобный, с указателем фамилий, картами и тд.

Дополнительно:

http://www.wolhynien.de/genealogy/foko/foko1.htm - списки немцев, живших на Волыни

http://www.galizien.org/gedview/indilist.php?alpha=A - немцы Галиции

Балтийские немцы:

http://www.lvva-raduraksti.lv/ru.html - Латышский архив выложил на сайте В СВОБОДНОМ ДОСТУПЕ метрические книги ев-лютер. приходов Латвии 17- 19 веков, ПРАКТИЧЕСКИ ВСЕХ.

http://www.ra.ee/dgs/explorer....cbf29ead5b - Эстонский архив выложил на сайте В СВОБОДНОМ ДОСТУПЕ метрические книги ев-лютер. приходов Эстонии. Читайте в темах раздела "Эстония" - http://forum.vgd.ru/35/9331/

Дневник litana: http://forum.vgd.ru/post/323/27209/p572333.htm#pp572333 - балтийское дворянство и др. немцы. 
http://www.lvva-raduraksti.lv/ - Латышский архив выложил на сайте ДЛЯ СВОБОДНОГО ДОСТУПА метрические книги ев-лютер. приходов Латвии 17- 19 веков, ПРАКТИЧЕСКИ ВСЕ. Читайте в разделе Латвия http://forum.vgd.ru/56/15946/0.htm?a=stdforum_view&o= 
Поволжье:

1. Списки немецких поселений в Поволжье(быв.АССР немцев Поволжья) – Самарская, Саратовская области – быв.губернии, Волгоградская область.

http://www.webbitt.com/volga/villages.html

http://wolgadeutsche.net/liste.htm#assrdwd - АССР немцев Поволжья

http://wolgadeutsche.net/liste.htm#stalingrad - Сталинградская область

http://wolgadeutsche.net/history3.htm#aa - Самарская губерния

http://wolgadeutsche.net/history3.htm#saratow - Саратовская губерния

http://www.russlanddeutscheges...lonien.htm - еще
карты:
1. http://www.webbitt.com/volga/map-berg.html
2. http://www.webbitt.com/volga/map-berg.html

Карты, которые помогут принять решение - в какой архив вам следует обратиться с запросом - Саратовский, Самарский, Волгоградский, Энгельса и т.д.

карта материнских колоний http://wolgadeutsche.net/karten/mutterkolonien.htm
карта Саратовской и Самарской губернии - http://gatchina3000.ru/006/b56_410-0.jpg
карта Саратовской области - http://www.src.mchs.gov.ru/article.html?id=6210
карта АССР немцев Поволжья 1940 г. - http://upload.wikimedia.org/wi...n_1940.jpg
интерактивная карта АО немцев Поволжья, 1923 г. - http://wolgadeutsche.net/karten/index_ao.htm


Приазовье:

Немецкие поселения Таганрогского округа – Области Войска Донского(ныне Краснадарский край). Ссылка на статью Виктора Литвиненко, в конце список немецких поселений Приазовья -
http://www.relga.ru/Environ/We...2=articles

Запорожье:

список меннонитских поселений немцев в районе острова Хортица(Запорожье), карты и пр. - http://chortiza.heim.at/kolonie.htm

Волынь:

список немецких поселений на Волыни - http://www.wolhynien.de/register/expropriation/anette.htm

Сводный список немецких поселений Бессарабии(Молдавии), Кавказа, Крыма и Прикрымья, Екатеринославской(Днепропетровской), (Херсонской), Одесской, Черниговской и пр. областей - http://www.grhs.org/vr/vc-other.htm 

Bundesarchiv - http://www.bundesarchiv.de/index.html

Вот ссылка, здесь подробнее http://hghltd.yandex.net/yandb...5%ED%F2%FB 
http://www.rosa-luxemburg.de.t...99%3B.htm# на этом сайте есть много людей и может кто-то узнает своих  

Генеалогическое исследование.
В фондах архива находятся документы за продолжительный период истории Латвии (с XIII века до 1945 года), которые можно использовать для проведения генеалогических исследований. http://www.arhivi.lv/index.php?&256
Метрические книги лютеран на Familisearch ,
Метрики евангелическо-лютеранских приходов России
Datenbank http://88.217.241.77/amburger/tabellen/A.htm
Forum: http://forum.vgd.ru/26/3893/370.htm

Dienstag, 1. Mai 2012

DAS DEUTSCHE WOLGAGEBIET

DAS DEUTSCHE WOLGAGEBIET ist ein historisches Gebiet, das in Russland an der Unteren Wolga auf den Territorien der heutigen Saratower und Wolgograder Gebiete existierte. Es entstand im Resultat der Erschließung der Territorien um Saratow zu beiden Seiten der Wolgaufer von ausländischen Kolonisten aus verschiedenen deutschen Teilstaaten, sowie auch aus Österreich, Holland, Frankreich und einigen anderen europäischen Staaten, die in den Jahren 1764-73 infolge der Manifeste Katharina II.vom 4. Dezember 1762 und vom 22. Juli 1763 nach Russland ausgewandert waren. Es wurde vom Sowjetstaat künstlich im August-September 1941 entsprechend des Erlasses des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 28. August 1941 „Über die Umsiedlung der Deutschen, die in den Rayons des Wolgagebiets leben“ durch die Deportation der gesamten deutschen Bevölkerung nach Sibirien und Kasachstan liquidiert.
Eine Masseneinwanderung der Deutschen in das Wolgagebiet geschah in der zweiten Hälfte des 18. Jh., als die Regierung Katherina II. begann, hier ausländische Kolonien zu gründen, und bemüht war, dadurch eine Einwanderung der Bevölkerung in das wenig besiedelte Wolgagebiet hervorzurufen, da ein natürlicher Prozess der inneren Migration durch die Leibeigenschaft der Volksmassen gehemmt wurde. Im Prozess der Erschließung der „bisher nutzlos liegenden“ Ländereien besiedelten die deutschen Kolonisten die beiden Wolgaufer stromauf- und stromabwärts von Saratow, sowie auch an den Flüssen Medwedjiza, Karamysch, Ilowlja, am Großen und Kleinen Karaman, Jeruslan, Torgun und an deren Nebenflüsschen. Als die Kolonisten (23,2 Tausend an der Zahl) im Laufe der Jahre 1764-73 an die Wolga kamen, gründeten sie 105 Kolonien. Zum Ende des 19. Jh. vermehrten sie sich laut der Volkszählung von 1897 bis auf 407,5 Tausend Mann. Zu dieser Zeit hatten die deutschen Kolonisten auf den ihnen zugewiesenen (staatlichen) Ländereien 190 Mutter- und Tochterkolonien gegründet. Außerdem gründeten sie auf angekauften und gepachteten Ländereien eine Vielzahl Chutors (Weiler) und kleinerer Dörfer, wodurch sich das Territorium des deutschen Wolgagebiets vergrößerte und eine Fläche, die der Fläche des heutigen Belgiens gleichkam – ca. 30 Tausend km² betrug.
Obwohl die deutschen Kolonisten in einer Umgebung von anderen Völkern lebten, erhielten sie sich ihre Sprache, Traditionen, Religion, ihre Formen der wirtschaftlichen Tätigkeit und des Alltagslebens, die sie aus ihren Herkunftsorten mitgebracht hatten. Früher sagte man: „Hinter Wolsk herrscht der Deutsche.“ Die deutsche Eigenart konnte hier tiefe Wurzeln schlagen, wovon die Tatsache spricht, dass sich in dem deutschen Wolgagebiet eine eigene Toponomastik gebildet hatte, die ihren Widerhall nicht nur in den Benennungen der Ortschaften gefunden hatte, sondern auch in den Benennungen der Besonderheiten des Reliefs – der Gräben, Tieflandsgebieten, Anhöhen, Feldern und Wiesen, Flüsschen, Teichen u. a. Und die bis in unsere Zeit in den Wolgasteppen erhaltenen wenigen Kirchen zeugen von den Maßstäben und der Vielseitigkeit solch einer Erscheinung wie die deutsche Architektur im Wolgagebiet.
In territorialer Hinsicht war der Formierungsprozess des Gebiets schon in der Anfangsetappe der Kolonialisierung durch die Festigung der Gründung der so genannten Kolonialbezirke gefestigt, auf deren Grundlage nach 1871 die deutschen Amtsbezirke gebildet wurden. Nach dem Machtantritt der Bolschewiki im Oktober 1917 wurde aus den ehemaligen deutschen Amtsbezirken im Jahre 1918 die Arbeitskommune (autonomes Gebiet) der Wolgadeutschen gebildet, die 1924 in die ASSRdWD umgebildet wurde. Hierbei muss man die Begriffe „Wolgadeutsches Gebiet“ und „Deutsche Republik“ unterscheiden, da diese zwei Termini verschiedenen Sinngehalt in sich tragen. Das Wolgadeutsche Gebiet ist ein natürlich entstandenes historisches Gebiet, und die Deutsche Republik - ist eine nach politischen Motiven gebildete administrativ-territoriale Einheit des Sowjetstaates. Das Territorium des deutschen Wolgagebiets hatte keine schroff hervortretenden Grenzen. Sein Formierungsprozess erfolgte noch in den 1920er Jahren, als nach der Erschließung des Neulands bald hier, bald dort neue Chutors entstanden. Doch die administrativen Grenzen der Wolgadeutschen Republik waren exakt bedingt, durch Staatsakte gefestigt und in administrativ-wirtschaftlichen Landkarten verzeichnet. Als administrativ-territoriale Einheit breitete sich die ASSRdWD in den 23 Jahren ihrer Existenz niemals ganz aus. Das historische Gebiet der Wolgadeutschen – seine ziemlich großen Territorien, blieben wie auch früher in den Gebieten Saratow und Stalingrad, z. B. die Jagodno-Poljaner „Anklave“ im Gebiet Saratow, die sogar ungeachtet der Gemengelage von Grundstücken, die kurze Zeit (1932-35) zur ASSRdWD gehörte. Gleichzeitig waren manche Territorien, die an die ASSRdWD grenzten, entweder nicht in das Territorium der ASSRdWD eingegangen, oder wurden später unbegründet aus ihr ausgeschlossen. So wurden im Jahre 1927 aus der ASSRdWD das Dorf Neufrank und das Chutor Neu-Walter ausgeschlossen, die sich unweit von den Dörfern Frank und Walter (Kanton Frank) befanden. In das Territorium der ASSRdWD gingen nicht ein die Grenzgebiete im Nordosten der Republik, obwohl hier hauptsächlich Deutsche lebten. Anfang der 1920er Jahre wurde der Versuch unternommen, auf diesem Territorium den Rayon Alexanderfeld zu gründen und ihn in das Wolgadeutsche Gebiet einzuschließen. Mehr noch, in manchen offiziellen Presseausgaben (siehe z. B.: Vorläufige Ergebnisse der Allrussischen demographisch-proffessionellen Volkszählung im Gebiet der Wolgadeutschen vom 28. August 1920. Marxstadt, 1921) wurde dieser Rayon schon als Territorium des Wolgadeutschen Gebiets bezeichnet, doch im Endresultat ging er nicht ein. Das Territorium des nicht gegründeten Rayons Alexanderfeld ging in den Rayon Jerschow Gebiet Saratow ein. So wurden auch noch viele deutsche Chutors in den Rayons Nikolajewskij, Frolowskij, Olchowskij u. a. des Gebiets Stalingrad nicht an das Territorium des Wolgadeutschen Gebiets angeschlossen.
Das historische Zentrum des deutschen Wolgagebiets war traditionell die deutsche Kolonie Katharinenstadt (heute – Marx), die einige Zeit mit Recht die Hauptstadt der deutschen Autonomie war. Doch im Jahre 1922 wurde die Hauptstadt der ASSRdWD nach Engels verlegt, was den Unterschied zwischen dem historischen Gebiet und der Autonomen Republik vergrößerte.
Mit dem Beginn des Krieges zwischen Deutschland und der Sowjetunion am 22. Juni 1941, fasste die Partei- und Staatsführung der UdSSR am 26. August 1941 den Beschluss über die Übersiedlung der Deutschen aus der Republik der Wolgadeutschen, so wie auch aus den Gebieten Saratow und Stalingrad. Die darauf folgende Deportation der deutschen Bevölkerung war der Anfang der Tragödie, die zum Untergang des deutschen Wolgagebiets als einer einzigartigen und eigenartigen Kultur führte. Es ist bis jetzt noch nicht endgültig erforscht, warum der Sowjetstaat sich weigerte, nach dem Zweiten Weltkrieg die deutsche Bevölkerung in ihre traditionellen Wohngebiete zurückkehren zu lassen. Indem man dem wolgadeutschen Gebiet die Träger der deutschen Kultur entrissen hat, kam das Gebiet in einen kläglichen Zustand: die Orts- und Flurnamen sind in Vergessenheit geraten, die kulturellen Herde sind zerstört, die für diese Gegend traditionelle Glaubenskonfessionen – das Luthertum und der Katholizismus – sind der Vergessenheit preisgegeben, die meisten kleinen Siedlungen (die Chutors) existieren nicht mehr; auch viele größere deutsche Kolonien sind verrottet oder sogar gänzlich verschwunden. Heutzutage sind nur noch wenige Zeitzeugen, die an das einst blühende deutsche Wolgagebiet erinnern – das sind hauptsächlich alte deutsche Wohnhäuser, einige Betriebsbauten und nicht mehr als zwei Dutzend Kultusgebäude. Und trotzdem bezeichnen sich in der ganzen Welt viele Deutschen als Nachkommen der Wolgadeutschen.

* * *

Leider findet der Terminus „deutsches Wolgagebiet“, „wolgadeutsch“ auch bis jetzt noch keine gebührende Behandlung in der Fachliteratur und in der wissenschaftlich-populären Literatur, die der Geschichte der Wolgadeutschen gewidmet ist. Doch der von den Wolgadeutschen zurückgelegte historische Weg gibt uns allen Grund, diesen Terminus in Bezug der oben beschriebenen Region als historisches Gebiet zu gebrauchen.

Alexander Spack (Srednjaja Achtuba)
April 2008
Die Übersetzung von Johannes Herber


http://wolgadeutsche.net/

Museum der Russlandsdeutschen

Ausgepackt - Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“



Die neue Dauerausstellung „Ausgepackt - Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ zeigt den Besuchern Objekte aus der Kultur und Geschichte der Deutschen aus Russland. Ziel der Ausstellung ist, diese Objekte zum Sprechen zu bringen und die Besucher dazu einzuladen, mit ihnen in eine Beziehung zu treten. Die Besucher haben die Möglichkeit durch verschiedene Stationen der Geschichte der Russlanddeutschen zu streifen. 

Die Sammlungs- und Forschungstätigkeit des Museums fokussiert auf der Kultur-, Migrations- und Integrationsgeschichte russlanddeutscher Zuwanderer in Deutschland.

Millionen Menschen haben vor allem nach 1764 Deutschland verlassen. Sie wanderten nicht nur nach Amerika aus. Weitgehend unbekannt ist, dass alleine über 160 000 Menschen zwischen 1764 und 1850 nach Russland auswanderten. Während die Gründe, die zur Auswanderung führten, oft die gleichen waren, verlief der Lebensweg der Menschen in Russland ganz anders als zum Beispiel in Amerika. Die Geschichte der deutschen Auswanderer in der neuen Heimat war ausgesprochen wechselvoll und eine lange Zeit durch Verfolgung und Unterdrückung geprägt.

Im 20. Jahrhundert sind viele deutschstämmige Menschen nach Deutschland - in die neue, alte Heimat – gekommen. Sie sind heute die „Russlanddeutschen“ und sowohl in den ehemaligen GUS-Staaten als auch in Deutschland zu Hause. Durch ihre Geschichte hat sich aber durchaus eine eigene Kultur entwickelt. Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte verfolgt das Ziel, dem besonderen Weg der Russlanddeutschen ein Gesicht zu geben sowie den Menschen ihre Kultur und Geschichte nahezubringen.

Auf diese Weise ist ein Bereich deutscher Geschichte aufgearbeitet und ausgestellt worden, der bisher in dieser Form in bundesdeutschen Museen nicht berücksichtigt worden ist.


Offiziele Web-Seite: http://russlanddeutsche.de/

Kultur der Russlanddeutschen

Kultur der Russlanddeutschen

Russlanddeutsche haben eine eigene Kultur und Identität, die sich stets im Wandel befindet.

Zur Kultur der Russlanddeutschen gehört:
  • gemeinsame Geschichte
  • kollektive Identität und eine Erinnerungskultur, die von den Erfahrungen in der Sowjetzeit geprägt ist („Opferstatus“)
  • gemeinsame Herkunft (russisch-sowjetische)
  • Sprache
  • Religion
  • Selbstwahrnehmung
  • Solidaritätsbewusstsein 

Zur russlanddeutschen Kultur zählen heute viele Selbstorganisationen, die sich der Musik-, Literatur-, Malerei-, Tanz- und Theaterkunst widmen.

IRWA e.V. (Integration der russlanddeutschen Wissenschaftler und Akademiker e. V.) hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die Belange der russlanddeutschen Wissenschaftler und Akademiker zu vertreten und zu fördern. Landesvereine bestehen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Bei den Personen, für die sich der Verband einsetzt, handelt es sich um etwa 220.000 Fachleute, darunter etwa 30.000 Wissenschaftler. Alleine in NRW leben 55.000 eingewanderte Akademiker.
(Link zu www.irwa-v.de)